Ein Besuch auf dem Emder Flugplatz . . .

. . . war schon lange geplant und konnte am 6. August 2015 endlich als erste Ferien-ARCHE 2015 in die Tat umgesetzt werden. Insgesamt 16 neugierige ARCHE-Kinder aus Visquard, Eilsum und Groothusen reisten bei hochsommerlichen Wetter mit ihren Betreuerinnen Heike, Hedda, Karin, Petra, Friederike und vielen Fragen an.  

Allerdings begann das Abenteuer etws traurig. Die Kinder hatten eine kleine tote Schwalbe gefunden, die am Zugang zu den Flugzeugen würdevoll in einem Maulwurfloch beerdigt wurde. So geht nun in Zukunft jeder Passagier an dem keinen Grab vorbei. 

Eine kleine Schwalbe . . .

. . . wird beerdigt.

Dann ging es mit dem Flugplatzwart Hartmut Illing auf den Tower, wo uns der Flugleiter Andreas Hoffmann begrüßte und uns von seiner Arbeit erzählte.

Die Arche Kinder ganz oben auf dem Tower

. . . wo der Flugleiter den Überblick hat.

Am Flugplatz Emden arbeiten die Flugleiter jeden Tag in zwei Schichten und geben den an- und abfliegenden Fleugzeugen Informationen über Funk. der Flugplatz Emden hat dafür die Frequenz 118,600 MHz. Jedes Jahr landen und starten rund 11.000 Flugzeuge und 4.000 Helikopter, die hauptsächlich Monteure zu den vielen Windparks in der Nordsee hin- und zurückfliegen, aber auch kranke und verletzte Personen transportieren. Schließlich gibt es keinen Arzt mitten in der Nordsee. 

Flugleiter Andreas erzählt von seiner Arbeit.

Und das ist sein Arbeitsplatz.

Nachdem uns der Platzwart Hartmut Illing seine kleine Werkstatt mit Geräten und Werkzeug für Reparaturen an den Flugplatzeinrichtungen gezeigt hatte, haben wir erstmal eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Immerhin war die Temperatur auf 30 Grad Celsius gestiegen. Ubrigens steht auch Harmuts kleines Ultralightflugzeug mit dem lustigen Rufzeichen D-MOTY in der Werkstatt. Das D steht für Deutschland und das M für Ultralight-Flugzeug. Eigentlich ist aber kein Flugzeug, sondern ein Luftsportgerät, das inklusive Gesamtrettungssystem nicht mehr als 472,5 Kilogramm wiegen darf. Das Rettungsystem besteht aus einer Rakete, die im Notfall einen großen Fallschirm aus dem Flugzeug zieht und es mit den Passagieren sicher auf den Boden zurück bringt.

 Die Werkstatt am Flugplatz.

Picknick-Pause am Flugplatz.

Und nach einem Picknick ging es endlich los und die am meisten gestellte Frage: "Wann fliegen wir denn?" wurde beantwortet: "Jetzt!" Klaas ging mit den ersten Kinderzum Flugzeug. Das Flugzeug ist eine Cessna 172 und hat das Rufzeichen D-EDXM. Das Rufzeichenhat die gleiche Bedeutung wie ein Auto-Nummernschild und gibt es nur einmal. Das D steht wieder für Deutschland und das E für ein einmotoriges Flugzeug bis zu 2,0 Tonnen Abfluggewicht. 

Endlich geht es los. Die ersten

3 Mitflieger gehen mit Klaas zum Flugzeug.

So kann man am Funk hören, welches Flugzeug zusammen mit uns in der Luft ist. Ein Flugzeug mit dem Rufzeichen D-IXXX  ist zum Beispiel ein zweimtoriges Flugzeug mit einem Gewicht zwischen 2,0 und 5,7 Tonnen und ein Flugzeug mit dem Rufzeichen D-HXXX ist ein Hubschrauber usw. So hat Klaas das zumindest erklärt . . 

Und rollen mit Klaas . . . 

Auf Wiedersehen!

. . . über den Rollweg zum Start.

Auf geht's in Richtung Visquard.

Aber das haben die Kinder wahrscheinlich gar nicht mehr gehört. Sie wollten nach Visquard, Groothusen oder Eilsum und ihre Heimat aus der Luft sehen. Und die meisten haben sogar ihr Haus aus der Luft gefunden und Fotos mit ihren Handys gemacht.  

Diese beiden schönen Fotos von Visqurd hat dann Kevin mit dem Handy gemacht.

Und obwohl am Boden die Temperatur auf 30 Grad Celsius geklettert war, genossen alle die "kühle" Luft beim Aussteigen, weil sich die Luft im Flugzeug nach der Landung schnell und stark aufheizte. 

Und während die beide wohl noch überlegen . .

. . . die ersten Visquarder Rückkehrer.

. . . begrüßen diese drei . 

Die einen steigen aus . . .

So ging es dann sechs Mal in die Luft nach Visquard, Groothusen und Eilsum. Manchmal mußten die Kinder leise sein, weil ein Helikopter oder ein Flugzeug vom OFD zusammen mit den Krummhörner im Anflug war. Dann mußte Klaas gut zuhören, was der Flugleiter ihm und den anderen Flugzeugführern über Funk mitteilte. Schließlich kann man andere Flugzeuge in der Luft nur sehr schwer erkennen. Die Kinder waren aber alle lieb und dann auch gaaaanz ruhig und leise.

. . . und die anderen steigen ein . . .

. . . bis zum 6. und letzen Start.

Inzwischen hat der Wind gedreht und der Start geht diesmal von der anderen Seite, der Ostseite der Startbahn los.

 Die letzten 3 Passagiere und Klaas . . .

. . . zum letzten Start . . .

. . . rollen gut gelaunt . . .

. . . und heben ab in Richtung Visquard.

Am Flugplatz Emden sind 15 Hubschrauber unter anderem von den Firmen Northern Helicopter und vom Heli Service Emden beheimatet, die Verletzte transportieren und Monteure zu den Windkraftanlagen fliegen oder wieder abholen. Der nächste Windpark befindet sich 40 Kilometer nordwestlich von Borkum und heißt Alpha Ventus. Auch beim heißen Wetter müssen alle im Hubschrauber dicke gelbe Überlebensanzüge tragen, falls dieser mal in der Nordsee notwssern muß. Auch der Hubschrauber-Verkehr war für das "ARCHE-Bodenpersonal" interessant anzusehen.

 Ein Rettungshubschrauber . . .

. . . der eine landet und der andere startet

. . . ist aber auch interessant.

mit Monteuren zum Windpark in der Nordsee.

Nachdem (fast - bis auf Heike ;-) vielleicht nächstes mal ?) alle geflogen waren und das Flugzeug in der Halle abgestellt war, ging es dann weiter zu Klaas und Monica nach Emden-Borssum, wo Monica den Grill schon vorgeheizt und Getränke eingekühlt hatte. Und obwohl Klaas den nagelneuen Grill noch nie vorher benutzt hatte, ging doch alles gut. Naja, einige verkohlte Steaks mußten den direkten Weg in die Tonne nehmen, aber das hat wohl keiner gemerkt ;-) Anschließend haben die Kinder noch harmonisch im Garten Verstecken gespielt und waren hinter den Buchsbäumchen kaum zu finden. 

Endlich eine Stärkung . . .

Es gibt viel zu erzählen . . .

Offensichtlich schmeckt es allen.

Nachschub holen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr - oder ???. 

. . . nach dem anstrengenden Tag.

Klaas' neuer Monster-Grill.

Grillen ist Männersache!

Der Abschlußkreis.

Schade . . .

Der Tag ist vorbei und zum Abschied erhält jedes Kind noch eine kleine Überraschungstüte mit Leckereien von Monica. Danach geht es dann zurück in die Krummhörn, also nach Visquard, Eilsum und Groothusen - aber diesmal diesmal wieder auf dem Landweg mit dem Auto.